Werkzeug – Laminat verlegen mit der besten Säge

Laminat selbst verlegen

1.6. Werkzeug – die Liste

  • Winkel
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Stichsäge
  • Japansäge
  • Stichsägeblätter
  • Tischkreissäge
  • Gehrungslade
  • Kapp-/Gehrungssäge
  • Spachtel
  • Keile
  • Zugeisen
  • Schlagholz
  • Hammer
  • Spanngurt

1.7. Welche Säge braucht man wirklich?

Der Markt an Sägen beim Werkzeug ist unübersichtlich und groß. Nicht jede Säge, die für die Laminatverlegung empfohlen wird, bringt ihr Geld wieder ein. Jeder Heimwerker hat andere Vorlieben, mit welcher Säge als Werkzeug er sich wohlfühlt und effizient arbeiten kann. Wir wollen hier nur einige Möglichkeiten aufzeigen, die sich für die Bearbeitung von Laminat eignen. Laminat reagiert durch das Schichtsystem des Materials völlig anders als herkömmliches Holz und benötigt daher anderes Werkzeug.

1.7.1. Japansäge – das Werkzeug für viele Einsätze

Für einen kleinen Raum, den man mit einem dünnen Laminat Boden auslegen möchte, ist die Japansäge bereits völlig ausreichend. Diese Säge ist sogar für faule Menschen eine perfekte und besonders günstige Lösung. In schöner Regelmäßigkeit bieten die Discounter ein Set aus einer Halterung und zwei Sägeblättern als Japansäge an. Diese haben ein Schnellwechselsystem und ein grobes sowie ein feines Sägeblatt. Allerdings ist das grobe Blatt eigentlich völlig ausreichend, wenn Sie selber Laminat verlegen. Das feine Blatt wird wohl eher selten benötigt. Dieses wirklich tolle Werkzeug bleibt preislich meist unter zehn Euro und ist absolut jeden Cent davon wert.

1.7.2. Stichsäge

Die Stichsäge ist und bleibt der absolute Klassiker beim Werkzeug, wenn es um die Verlegung von Laminat geht. Die meisten Stichsägen lassen sich heute an den Staubsauger oder einen Werkstattsauger anschließen. So wird die Staubmenge in der Wohnung sehr deutlich reduziert. Beim Verlegen von Laminat sollten Sie allerdings nicht die billigsten Stichsägeblätter kaufen. Außerdem sollten die Blätter nicht zu grob aber auch nicht zu fein sein. Gemischte Sortimentspackungen mit Stichsägeblättern sind daher kaum geeignet, denn Sie hätten einfach viel zu viele Blätter übrig. Außerdem sind die Blätter in den Packungen vielfach eher minderwertig.

Die Stichsäge kann fast jeden Schnitt ohne weitere Werkzeuge in die Laminatbretter schneiden. Lediglich für eingetauchte Löcher, die keine Verbindung zur Kante der Paneele haben, wird zusätzlich ein Bohrer benötigt, um ein Startloch vorzubohren, in das die Säge dann eintauchen kann. Der andere Weg ist die Minihandkreissäge, die direkt eintauchen kann oder die Multisäge beziehungsweise Vibrationssäge, die sich ihren Weg freizittert.

1.7.3. Multisäge “Zittersäge” – eher neues Werkzeug

Viele Hersteller haben die Vibrationssäge inzwischen in ihrem Sortiment. Durchgesetzt hat sich dieses eigentlich sehr praktische Werkzeug aber noch nicht so richtig. Das liegt vor allem an den Säge- oder Schneidblättern, die extrem schnell stumpf werden. Allerdings kriegt auch kaum jemand mit einer Multisäge einen einigermaßen geraden Schnitt hin. Daher ist die Vibrationssäge eher etwas für kleine Ausschnitte und Aussparungen. Als Ergänzung passt dieses Werkzeug darum gut zur Tischkreissäge.

1.7.4. Minihandkreissäge – kleines Werkzeug

Viele halten die Minihandkreissäge für einen Witz. Doch beim Laminat selbst verlegen ist das kleine handliche Werkzeug besonders für Kurvenschnitte oder kleine Einschnitte gut geeignet. Sie können sogar ein rechteckiges Loch mitten in ein Laminatpaneel sägen mit der Minihandkreissäge. Für gerade Schnitte ist es hilfreich, eine Anlegeschiene zu nutzen.

1.7.5. Tischkreissäge – der Klassiker beim Werkzeug

Die Tischkreissäge ist die kleine Schwester der Kreissäge. Das Sägeblatt hat einen geringeren Durchmesser, was aber beim Schneiden von Laminat egal ist. Saubere gerade Schnitte sind mit der Tischkreissäge sozusagen Programm. Leider können nur sehr leichte Kurvenschnitte ausgeführt werden. Auch kleine Ausschnitte für Heizungsrohre oder an kleinen Ecken lassen sich mit der Tischkreissäge nicht realisieren. So ist die Tischkreissäge nur in Verbindung mit einer Stichsäge oder einer anderen kleinen Säge zum Laminat verlegen geeignet.

1.7.6. Laminatschneider

Eigentlich ist der Laminatschneider keine Säge. Hier wird das Paneel mechanisch mit einer Klinge zerteilt. Obwohl zerteilt wohl zu nett formuliert ist. Ein kleiner Streifen des Laminats wird herausgequetscht. Die Schnittkante sieht nach spätestens drei oder vier Schnitten entsprechend ausgefranst aus. Das sieht man zwar später nicht unbedingt, doch an diesen stark beschädigten Kanten kann Feuchtigkeit eindringen und die Paneele quellen bald auf.

Der angeblich leichte Schnitt funktioniert durch eine Hebelwirkung. Allerdings natürlich auch nur so lange die Klinge des Laminatschneiders scharf ist. Leider nutzt die Klinge des Laminatschneiders sich beim Laminat selbst verlegen sehr schnell ab und die Arbeit wird immer mühsamer und unsauberer. Je nach Laminat können sich sogar die einzelnen Schichten leicht voneinander lösen und aufplatzen. Der Laminatschneider hat lediglich zwei Vorteile, die den Ärger allerdings nicht aufwiegen. Ein Laminatschneider schneidet nahezu vollkommen ohne Staubbildung oder Sägespäne, wenn Sie Laminat verlegen. Außerdem ist der Laminatschneider sehr leise, was das Laminat verlegen auch am Sonntag oder nach Feierabend möglich macht. Dann sollten Sie aber ausreichend Ersatzklingen im Haus haben, um nicht mitten während der Verlegung des Laminats gestoppt zu werden.

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