Laminat verlegen Anleitung

Laminat verlegen

3. Laminat verlegen

Nun kann es endlich losgehen, das Laminat kann verlegt werden. Bevor wir Laminat verlegen, sollten etwa drei Pakete Laminat geöffnet werden. Dann wird immer abwechselnd ein Paneel aus den Paketen genommen. So kommt ein wenig Leben in das Dekor, denn in einem Paket sind oft alle einzelnen Paneele genau gleich. Schauen Sie sich das Laminat an, vielleicht möchten Sie auch noch mehr Pakete durchmischen. Beachten Sie aber, dass Sie in der Regel später eines oder mehr Pakete übrig haben werden. Daher sollten vor dem Laminat verlegen nicht unbedingt alle Pakete geöffnet werden. So ist es möglich, die ungeöffneten Pakete später wieder zurückzugeben.

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Damit die letzte Reihe des Laminats nicht zu schmal wird und dadurch kippelt, sollten Sie den Raum noch einmal genau in der Verlegerichtung ausmessen. Anschließend teilen Sie diesen Wert durch die Tiefe (also die schmale Seite) des Laminats. So sehen Sie, was am Ende übrig bleibt. Sollte es in der letzten Reihe zu knapp werden, Sie also eine Restbreite von unter 10 Zentimetern bekommen, dann können Sie das in der ersten Reihe schon vorher verhindern, indem Sie diese etwas schmaler machen.

3.1. Die erste Reihe Laminat verlegen

Die erste Reihe wird beim Laminat verlegen zunächst grob zusammengesteckt und abgelängt. Dann schieben Sie die erste Reihe ganz an die Wand und zeichnen eventuell vorhandene Unebenheiten mit einem Bleistift an. Mit einem Stück Pappe, in das Sie ein Loch für den Bleistift bohren, können Sie das am besten gleichmäßig realisieren. Das Laminat sollte später überall etwa ein bis zwei Zentimeter Abstand zur Wand hin haben. Sind die Unebenheiten beim Laminat verlegen also nur minimal und liegen unter fünf Millimetern, brauchen Sie diesen Schritt nicht unbedingt machen. Sind jedoch größere Wellen oder Unebenheiten in der Wand vorhanden, ist es zu empfehlen, diese genau zu übertragen.

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Am Anfang und am Ende einer jeden Reihe darf das Laminatbrett nicht kürzer als etwa 20 besser sogar 30 Zentimeter sein. Ein zu kurzes Stück kann später kippeln und aus dem Verbund ausbrechen. Das lässt sich im Zweifel nach dem Laminat verlegen nicht vernünftig reparieren. Sollte also am Ende einer Reihe eine zu kurze Lücke auftreten, muss am Beginn der Reihe das Paneel gekürzt werden. Paneele werden grundsätzlich an der Wandseite gekürzt, sonst lassen sie sich nicht mehr verbinden!



Reihe anpassen

Nun wird mit der Stichsäge an den Paneelen direkt auf der Markierung entlanggeschnitten. Da man hier mit der Maserung arbeitet, tut sich die Stichsäge gerade bei Echtholzlaminat sehr schwer. Doch dieser Vorgang muss beim Laminat verlegen nur bei der ersten und der letzten Reihe durchgeführt werden, also müssen Sie und die Stichsäge da durch. Dann wird die erste Reihe erneut zusammengesteckt und mit dem Schlagholz und dem Gummihammer fest miteinander verbunden. Zur Wand hin und zu beiden Seiten wird die Reihe mit Keilen gegen ein Verrutschen gesichert.

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Die Keile sollten Sie gleich aus Kunststoff kaufen. Nach dem ersten Laminat, das man in einem Raum verlegt hat, kommt man meist auf den Geschmack und will weitere Zimmer beglücken. Daher lohnt es sich, vernünftige Keile zu kaufen, um häufiger Laminat zu verlegen. Die weichen Holzkeile aus MDF bröseln teilweise schon beim ersten Laminat verlegen auseinander.

3.2. Flächen füllen – Laminat verlegen

Die zweite Reihe ist teilweise etwas fummelig, weil die erste Reihe beim Laminat verlegen noch keinen ausreichend festen Halt hat und etwas federt. Nur nicht die Nerven verlieren, immer langsam wieder einfädeln. Wenn möglich, lassen Sie sich von einem weiteren Paar Händen helfen, um die Reihe in die Nut der vorherigen Reihe gleichzeitig einzustecken und dann abzusenken. So kann auch gleich jemand festhalten, wenn Sie die Reihe mit dem Schlagholz und dem Gummihammer einschlagen. Sonst rutscht die Reihe gern wieder auf dem anderen Ende heraus.




Seitlich wird das letzte Paneelstück jeweils mit dem Zugeisen an den Rest der Reihe angedockt. Dazu ist oft etwas Fingerspitzengefühl nötig. Auch in dieser und jeder weiteren Reihe muss beim Laminat verlegen unbedingt seitlich ein Keil eingesteckt werden. Halten Sie immer einen möglichst gleichen Abstand zur Wand ein. Ohne Zwischenraum zur Wand würde das Laminat später quietschen oder sich aufwellen.

3.3. Letzte Reihe

Die letzte Reihe des Laminats ist ebenfalls eine etwas fummelige Angelegenheit. Aber nun sind Sie ja schon kampferprobt und haben ein Gefühl für das Material bekommen. Die Reihe wird wieder komplett zusammengesteckt und auf die benötigte Länge zu kommen. Vorsicht! Verdrehen Sie die Reihe nicht – die Nut muss immer noch in die Feder!

Mit dem Bleistift wird hier ebenfalls wieder angezeichnet, welche Unebenheiten an dieser Wand vorhanden sind. Gleichzeitig müssen Sie aber beachten, dass eventuell lediglich eine halbe Paneelbreite in die Lücke passt. Also längen Sie hier ein Stück Pappe so ab, dass die Markierung auf Ihrem Brett genau der Lücke entspricht. Natürlich immer abzüglich der ein bis zwei Zentimeter Spielraum. Nach dem Zuschneiden legen Sie die Reihe probehalber in die Lücke. Ist noch Luft genug oder ist eventuell zu viel Luft?

Nicht ärgern!

Ärgern Sie sich beim Laminat verlegen nicht über Verschnitte, das passiert auch den Profis. Lieber jetzt eine neue Reihe zuschneiden, als später ständig das Quietschen zu hören oder eine breite Rille entlang der Wand vorzufinden. Diese letzte Reihe wird mit dem Zugeisen eingefügt. Optimal ist wieder, wenn Ihnen jemand dabei helfen kann.

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Lassen Sie die Keile ruhig noch eine Nacht stecken, damit der Boden nicht auseinanderrutscht. Am nächsten Tag können die Keile dann rundherum eingesammelt werden.




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