Boden vorbereiten zum Laminat und Trittschalldämmung verlegen

Trittschalldämmung

2. Den Boden und die Tür vorbereiten für die Laminat Verlegung

Laminat ist nicht sehr stabil. Damit beim Laminat verlegen nicht der große Katzenjammer entsteht, muss der Untergrund vor der Trittschalldämmung also besonders genau und eben vorbereitet werden. Bei einem neuen Estrichboden ist es wichtig, dass der Beton lange genug getrocknet ist, damit unter der Trittschalldämmung keine Feuchtigkeit anstaut. Im Zweifel hilft ein Restfeuchtemesser, wie er auch für das Kaminholz genutzt wird. Diese kleinen Geräte gibt es für unter zehn Euro in jedem Baumarkt. Also eine günstige Anschaffung, die Ihnen eventuell viel Ärger ersparen kann.

2.1. Unebenheiten ausgleichen

concrete-278674_640Alte Böden müssen tragfähig und eben sein. Ein alter Estrichboden oder ein Fliesenboden, bei dem die eine oder andere Fliese bereits fehlt, müssen erst ausgeglichen werden. Dafür gibt es im Baumarkt Fließestrich oder Ausgleichsmasse. Auch diese Masse muss aber jeweils erst wieder gründlich durchtrocknen. Wird später die PE-Folie auf den noch feuchten Boden gelegt, kann die Feuchtigkeit nicht heraus und es können Schimmelschäden auftreten.



2.2. Dampfsperre verlegen

slide-967256_640Nicht bei jedem Untergrund muss zwingend eine Dampfsperre ausgelegt werden. Soll zum Beispiel der alte Teppich als Trittschall liegen bleiben, kann auf die Dampfsperre selbstverständlich verzichtet werden. Vor allem in Feuchträumen und auf frischem Estrich im Erdgeschoss ist es wichtig, eine Dampfsperre auszubringen. Diese sollte etwa drei bis fünf Zentimeter weit an der Wand hochgezogen werden. Dort wird der Rand der Dampfsperre dann vollständig mit einem entsprechenden Klebeband verschlossen. Ideal ist dafür selbstklebendes Aluminiumband.

Muss die Dampfsperre innerhalb einer Fläche angesetzt werden, sollte sie mindestens 15 Zentimeter weit überlappen. Auch hier muss die Naht vollständig verschlossen werden. Bleibt die Naht offen, ist die ganze Dampfsperre sinnlos.

2.3. Trittschalldämmung verlegen

Trittschalldämmung gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dünner und Flexibler ist Trittschalldämmung auf der Rolle. Dieser wird quer zur späteren Verlegerichtung des Laminats verlegt. Damit sich die ehemals aufgerollte Matte nicht ständig bei der Arbeit wieder einrollt, sollte auch diese Trittschalldämmung etwas festgeklebt werden. Dafür reicht allerdings einfaches Malerkrepp. Etwas stabiler und damit auch effektiver ist eine Trittschalldämmung, die aus Platten besteht. Diese Platten sind gefaltet und sollten erst auseinandergefaltet werden und einen Moment so liegen bleiben. Eventuell legen Sie die Matten erst aus und beschweren sie mit etwas Werkzeug.




2.3.1. Den alten Teppich als Trittschalldämmung nutzen

vacuum-cleaner-268179_640Wie in der Planung beschrieben, ist es mit einem kompakten kurzflorigen Teppichboden recht gut möglich, diesen als Trittschalldämmung zu nutzen. Leben allerdings Personen mit Allergien im Haushalt, ist der Teppich keine gute Idee für eine Trittschalldämmung. Hier setzen sich Hausstaub und Pollen in dieser Trittschalldämmung fest. Falls der Teppich vorher shampooniert werden soll, warten Sie anschließend mit dem Laminat verlegen noch etwas. Die Feuchtigkeit muss erst vollständig aus dem Bodenbelag abziehen. In jedem Fall muss der Teppich gründlich gesaugt werden. Prüfen Sie, ob der Teppich wirklich fest und glatt liegt. Schlägt er irgendwo Wellen, muss er leider entfernt werden und ist als Trittschalldämmung nicht geeignet.

2.4. Laminat an Raumtemperatur angleichen

Das Laminat muss mindestens 24 Stunden lang in dem Raum liegen, um sich an die Umweltbedingungen anzupassen. Der Raum sollte während dieser Zeit der Akklimatisierung in etwa die gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben, die er später im bewohnten Zustand hat. So kann das Laminat sich vor dem Verlegen so weit ausdehnen und anpassen, dass es später nach der Click Laminat Verlegung nicht mehr auseinanderzieht.

wood-620531_6401Für die Anpassung werden die gekauften Laminatpakete in den Raum gelegt. Die Pakete sollen aber nicht geöffnet werden. Auch herausnehmen sollten Sie die einzelnen Laminatpaneele noch nicht, denn die neigen dazu, sich schnell anzupassen. Liegt das Laminat nicht vollflächig auf, kann es sich werfen und verziehen. Ohnehin ist es wichtig, dass Sie die Pakete erst nach und nach öffnen, denn vielleicht können Sie noch ein komplettes Paket zurückgeben. Das gelingt aber nur, wenn die Folie noch unversehrt ist. Natürlich gibt es bei einem Restposten Laminat keine Rückgabe.



2.5. Türen ablängen und Türrahmen anpassen

Legen Sie eine Lage der Trittschalldämmung und eine Paneele des Laminats an der Tür auf den Boden. Prüfen Sie nun, ob die Tür dann noch problemlos frei schwingt. Meist ist das nicht der Fall, dann muss die Tür erst abgelängt also abgesägt werden, bevor das Laminat verlegt werden kann. Zeichnen Sie die Länge an, die abgesägt werden muss. Dann wird die Tür ausgehängt und auf zwei Böcke gelegt.

Wenn Sie eine Anlegeschiene haben, wird diese mit zwei Schraubzwingen auf dem Türblatt befestigt. Statt einer Anlegeschiene funktioniert aber dafür auch eine Latte oder ein dickes Brett. Ein Türblatt, das innen lediglich mit Pappwaben gefüllt ist, können Sie ruhig mit einer guten Stichsäge abschneiden. Handelt es sich jedoch um eine Tür aus Massivholz, eignet sich eine gute Handkreissäge, da die Stichsägeblätter bei dem dicken Massivholz gern etwas schräg und schief schneiden.

2.5.1. Türrahmen kürzen

door-1756961_640Genau wie bei der Tür, sollte auch der Türrahmen vor dem Verlegen angepasst werden. Er muss zwar nicht beweglich bleiben, doch da das Laminat nun einmal ein Holzwerkstoff ist, arbeitet es. Das heißt, es dehnt sich aus und zieht sich zusammen. So entsteht bei fehlerhaft verlegtem Laminat das Quietschen. Der neue Laminat Boden muss also relativ frei unter den Türrahmen eingeschoben werden können.




Da Sie die Türrahmen natürlich nicht abnehmen können, um das überschüssige Ende abzusägen, können Sie vorsichtig mit einer alten Säge versuchen, bis auf die Wand zu sägen und dann das abgesägte Stück mit einem Beitel herausstechen. Noch einfacher ist es mit einer Japansäge, einen zu langen Türrahmen abzusägen. Sie sollten nur aufpassen, dass Sie nicht bis auf den Stein sägen, da die Säge dadurch stumpf wird. Mit ein wenig Schleifpapier glätten Sie dann das untere Ende des Rahmens wieder.

1 Kommentar

  1. Ein Freund möchte die Heizung unter dem Laminat haben. Alloerdings wärmt sich das Holz dann so auf, dass er keine Versiegelung darauf anbringen kann. Erst kommt der Elektroinstallateur, um die Kabel zu verlegen und die Steckdosen so zu setzen, dass nicht alles in die Wand gemauert werden muss. An die Kürzung des Türrahmens hat er sicher noch nicht einmal gedacht.

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  1. Laminatboden: Vor- und Nachteile, die Ihnen bei der Entscheidung helfen

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