Laminat selbst verlegen ist hier die Devise und wir empfehlen es wirklich jedem Einsteiger. Aber es gibt einige Einschränkungen bei den Schwierigkeitsgraden, die Sie in Angriff nehmen oder wagen sollten. Das erste Projekt sollten Sie mit Bedacht auswählen und wenn möglich, mit dem Laminat selbst verlegen in einem nicht so wichtigen Zimmer beginnen. Ideal ist das Gästezimmer oder ein Kinderzimmer. Auch das Schlafzimmer ist recht gut als Übungsobjekt zum Laminat selbst verlegen geeignet, da später viel von der Laminatfläche wieder unter dem Bett oder den Schränken verschwindet. Flur und Wohnzimmer sind die letzten Räume, die ausgelegt werden sollten. Dann sind Sie bereits erfahren und können auch knifflige Stellen problemlos mit Laminat auslegen. Außerdem ist es sinnvoll, beim ersten Versuch ein etwas günstigeres Laminat zu verlegen und nicht gleich mit einem teuren Echtholz Laminat zu beginnen, das womöglich noch verleimt werden muss.

1.1. Welches Laminat für welchen Zweck – Laminat selbst verlegen

Grundsätzlich verlegt man natürlich in einem besonders dunklen Raum eher helles Laminat und in einem Raum mit vielen weißen Möbeln zum Beispiel und starkem Sonneneinfall ruhig ein gemütliches dunkles Laminat als Kontrast. Selbstverständlich ist das kein Pflichtprogramm, schließlich soll jeder so wohnen, wie er mag. Wollen Sie Laminat selbst verlegen stellen Sie sich möglichst einmal mit halb geschlossenen Augen in die Türöffnung des Raums und versuchen sich dort ein dunkles oder helles Laminat vorzustellen. Dann merken Sie meistens schon, was so gar nicht geht.

Damit sind allerdings die Entscheidungen beim Laminat selbst verlegen noch nicht erledigt, denn auch die Struktur der Holzmaserung ist wichtig für das spätere Gesamtbild. Starke Maserungen wirken häufig etwas unruhig und sollten ebenfalls eher in einem hellen und großen Raum verwendet werden. In kleinen dunklen Räumen ist ein Laminat zum Beispiel im Ahorndekor sehr geeignet. Auch ein Kirschton, den es häufig ohne grobe Maserungen gibt, wirkt sehr harmonisch und beruhigend mit seinem warmen leicht rötlichen Farbton wenn Sie Laminat selbst verlegen.

 

1.1.1. Unterschied 2-Stab und 3-Stab Laminat

Beim Laminatkauf ist häufig der Hinweis 2-Stab oder 3-Stab Laminat angebracht. Dieses sind die Reihen von kleinen Hölzern, die auf einem Laminatpaneel sichtbar sind. Selbst bei der Verwendung des gleichen Holzes ist die Optik des Laminats später deutlich unruhiger, wenn ein 3-Stab-Laminat verlegt wird. Es handelt sich dabei aber lediglich um ein Verlegemuster, das in der Laminatpaneele selbst angeordnet ist. Wollen Sie Laminat selbst verlegen, müssen Sie aber keine kleinen Hölzchen aneinanderlegen. Die Trägerplatten, also die Paneele des Laminats haben innerhalb einer Sorte immer die gleiche Größe. Seltener und meistens auch teurer ist 1-Stab-Laminat. Allerdings ist oft in Wirklichkeit nur ein Dekor von Holz auf dem Trägermaterial aufgeklebt. Dieses muss gar nicht zwingend aus Holz sein. Auch bei einem Echtholzlaminat ist häufig nur die Dekorschicht aus Holz. Einige wenige teurere Laminatsorten haben auch in den Trägerschichten noch mehrere Lagen Echtholz. Diese sind dann häufig längs und quer im Wechsel geschichtet, was die Stabilität und Haltbarkeit erhöht, wenn Sie Laminat selbst verlegen. Außerdem verhindert diese Anordnung, dass dieses Laminat mit Echtholz sich verziehen oder wellen kann.

1.1.2. Gängige Farbe oder extravagantes Dekor

Beim allerersten Versuch, Laminat selbst zu verlegen, sollte man in die Entscheidung noch mit einbeziehen, wie leicht oder schwer sich auf dem jeweiligen Laminat ein Fehler vertuschen lässt. Im Kapitel “Pfusch am Bau” zeigen wir kleine Kniffe, wie man fehlerhafte Stellen, zu große Abstände von der Wand und dergleichen mit kleinen Tricks ausbessern kann. Daher ist es bei der Auswahl des Laminats zum Laminat selbst verlegen praktisch, wenn man einen gängigen Farbton wählt. Es gibt heute wunderschöne Laminatböden, die aussehen wie gekalktes Holz oder wie sehr alte Schiffsplanken. Doch all diese speziellen Töne sind später schwerer zu reparieren. Genauso ist es bei starken Maserungen im Holzdekor später schwer, kleine Macken auszubessern, die beim Laminat selbst verlegen leicht auftreten können.

 

1.1.3. Holzarten und Maserungen

Welche Holzart für einen Raum geeignet ist, hängt auch von der Größe des Raums ab. Sehr unruhige Dekore sind nicht für kleine beengte Zimmer geeignet. Feinere Maserungen hingegen können nahezu überall eingesetzt werden.

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Hier nur einmal einige der gängigen Holzarten, die gern beim Laminat selbst verlegen verwendet werden:

  • Ahorn – hell – fein, wenige oder keine Asteinschlüsse
  • Kiefer – hell – unruhig, viele Asteinschlüsse
  • Buche – mittelhell – fein, kaum Asteinschlüsse
  • Eiche – hell bis dunkel – etwas gröber, wenige oder keine Asteinschlüsse
  • Nussbaum – mittel bis dunkel – grober Farbverlauf, kaum Asteinschlüsse
  • Kirsche – rötlich – mittelfein, wenige oder keine Asteinschlüsse
  • Walnuss – dunkel – oft sehr grober Farbverlauf, keine Asteinschlüsse

1.1.4. Modernes Dekor – Laminat selbst verlegen

Von pinkfarbenen Blümchen bis zu einem Laminat, das genauso aussieht, wie eine Tageszeitung ist beim Dekor so ziemlich alles möglich. Wichtig ist, sich zu überlegen, ob man das gewählte Laminatdekor auch in einem Jahr noch schön findet. Besonders ausgefallene Dekore sind beim Laminat außerdem schlecht zu reparieren. Muss das Laminat also wegen einer Schramme ausgebessert werden, wird es keinen passenden Wachsstift dafür geben. Die gibt es bisher lediglich in den gängigen Holztönen. Das sollten Sie sich bewusst machen, bevor Sie ein knallbuntes Laminat verlegen.

1.1.5. Fliesendekor auf Laminat

Inzwischen wird auch Laminat angeboten, das den Eindruck erweckt, es handle sich um einen Stein- oder Fliesenboden. Da die Dekore lediglich gedruckt werden, ist eigentlich jedes Dekor für ein Laminat denkbar. Die üblichen Fliesenlaminate haben ein grundsätzliches Problem, denn sie verführen zur Unachtsamkeit. Automatisch denkt unser Unterbewusstsein, es wären Fliesen oder Steine, die dort am Boden liegen. Entsprechend werden Möbel ohne Gleiter verrückt oder es wird zu nass gewischt. Doch gegen diese Angriffe ist die Fliesenoptik auf dem Laminat nicht gerüstet. Das nasse Wischen wird die Trägerplatte aufquellen lassen und das Umstellen der Möbel hinterlässt bleibende Schrammen. So ist häufig bei den meisten Nutzern das Laminat in Fliesenoptik schneller beschädigt als normales Holzlaminat und muss ersetzt werden.

1.2. Nur nicht hetzen beim Laminat selbst verlegen

Viele Anleitungen für Laminat selbst verlegen behaupten, man könnte Laminat in weit weniger als einer halben Stunde pro Quadratmeter verlegen. Das ist zwar durchaus möglich und für einen geübten Handwerker realistisch. Doch diese Anleitung richtet sich eher an die Einsteiger unter den Heimwerkern, die Laminat selbst verlegen möchten und die sollten ganz konzentriert und ruhig ihren Job verrichten.

Warum sollte man auch hetzen, man muss sich selbst schließlich keinen Stundenlohn zahlen, will man sein Laminat selbst verlegen. Zudem muss man sich immer vor Augen halten, dass man das Ergebnis genau dort haben wird, nämlich vor Augen, und zwar für viele Jahre, wenn Sie Laminat selbst verlegen. Jeder Pfusch, den Sie durch Zeitdruck eingebaut haben, wird Sie später unendlich ärgern, selbst wenn es kein anderer überhaupt sieht. Ohnehin gibt es so viele unterschiedliche Qualitäten und Stärken bei den Laminatpaneelen, dass selbst ein Profi nicht mit jedem Laminat diese Richtlinie einhalten wird.

1.3. Laminat selbst verlegen – Teppich liegen lassen oder nicht

Immer wieder gibt es Diskussionen, ob der Teppich ruhig als Trittschalldämmung beim Laminat selbst verlegen unter dem neuen Laminatboden liegen bleiben darf. Da gibt es wieder eine klare Antwort: Jein! Verschiedene Arten von Teppich können durchaus unter dem Laminat als Trittschall eingesetzt werden wenn Sie Laminat selbst verlegen. Der Teppich muss aber relativ neu und fast unbenutzt sein, außerdem darf der Teppich nicht zu buschig sein, wenn Sie Laminat selbst verlegen.

Diese Punkte müssen möglichst komplett erfüllt sein, damit der Teppich als Trittschall beim Laminat selbst verlegen eingesetzt werden kann:

  • kurzer Flor
  • extrem sauber
  • fest verklebt
  • keine Wellen
  • keine Nähte

1.4. Laminat Verlegeart auswählen – Verleimen oder nur Klicken?

Es ist nicht nur Geschmackssache, ob Ihr Laminatboden verleimt werden muss oder ob ein Klick Laminat ausreichend ist. Bei einigen Sorten Laminat gibt bereits der Hersteller vor, dass auch ein Klicklaminat zwingend verleimt werden muss. Andernfalls wird nur eine eingeschränkte Garantie gewährt. Gerade für Feuchträume geeignetes Laminat muss häufig verleimt werden, wenn Sie Laminat selbst verlegen.

Leider steht das teilweise erst in der Verlegeanleitung des Herstellers, die sich auf der Rückseite des eingelegten Produktzettels befindet. Der Kunde hat also manchmal gar keine Chance, diesen Fakt vor dem Kauf beim Laminat selbst verlegen zu erkennen. Allerdings wird dies bei den meisten Arten Laminat der Fall sein, wenn dort eine zehnjährige Garantiezeit angegeben ist oder vermerkt ist, dass dieses Laminat feuchtraumgeeignet ist. Dann können Sie beim Laminat selbst verlegen eigentlich davon ausgehen, dass Sie das Laminat leimen müssen.

  • Feuchtraum
  • lange Garantiezeit
  • stärkere Belastbarkeit
  • Eingangsbereich

1.5. Laminat selbst verlegen – die Einkaufsliste Material

Nicht jeder, der sein Laminat selbst verlegen will, benötigt alle Materialien auf dieser Liste. Doch der Leim kann eventuell auch dann nötig sein, wenn Sie ein Klicklaminat verlegen. Allerdings dann natürlich nur eine kleine Menge, beispielsweise um Randbretter besser zu befestigen.

  • Laminat
  • Fußleisten
  • Innenecken
  • Außenecken
  • Rosetten für Rohre
  • Übergangsschiene
  • Trittschalldämmung
  • Dampfsperre / PE-Folie
  • Leim
  • Stahlnägel
  • Schrauben
  • Dübel
  • Baumwolllappen

Das richtige Werkzeug und die passende Säge, wenn Sie Laminat selbst verlegen, finden Sie in unserer Werkzeugliste.